geschichte des breisacher tors

Das Gebäude an der Ecke Rempartstraße und Gartenstraße ist der einzige erhaltene Torbau der ab 1677 unter französischer Besatzung errichteten Barockbefestigung. Als eines von vier Toren führte es durch den von Festungsbaumeister Vauban entworfene Bastionsring in die Stadt. Nach der Rückgabe Freiburgs an Österreich wurde die Festung weiter instandgehalten und in Teilen modernisiert. Erst mit der erneuten Belagerung und Einnahme der Stadt 1713 durch französische Truppen begann die Demolierung der Bastion. Bis Ende April 1745 war die komplette Festungsanlage geschleift. Noch nach der Sprengung der Festung diente aber das Breisacher Tor als repräsentative Einfahrt in die Stadt. So zog 1770 auch Marie Antoinette durch den barocken Wehrbau in Freiburg ein.
Bis 1903 führte die Gartenstraße durch das Tor. Wegen der neuen Straßenführung musste man 1903 den östlichen Seitenflügel abreißen. Das im Krieg schwer beschädigte Gebäude wurde 1950/51 in der Form des späten 19. Jahrhunderts wieder aufgebaut. Es diente zunächst als Bürogebäude der Basler Versicherung und beherbergte bis 2007 verschiedene städtische Dienststellen.